Reisekrankenversicherung Spezial

Reisekrankenversicherung Spezial

Reisekrankenversicherungen müssen die individuell benötigten Leistungsbausteine enthalten.

Reisekrankenversicherung mit Rücktransport

  • insbesondere in Ländern mit eingeschränkter medizinischer Versorgung
  • in Ländern außerhalb Europas
  • Versicherungsklausel „medizinisch notwendig“ oder medizinisch sinnvoll“ beachten (besser: Bezug auf bestimmte stationäre Aufenthaltsdauer)

Such-, Rettungs- und Bergungskosten

  • insbesondere in bergigen und bewaldeten Regionen sowie bei Aufenthalten am Meer
  • hohe Such- und Bergungskosten in schwer zugänglichen Gegenden
  • auf ausreichende Deckungssummen achten

Automatische Verlängerung einer Reisekrankenversicherung

  • nicht bei seltenen Einzelreisen
  • sinnvoll bei häufigeren Reisen
  • automatische Verlängerung bei Jahresverträgen, falls nicht rechtzeitig gekündigt wird
  • Bei bestimmten Reisekrankenversicherungen ist keine Verlängerung oder Verlängerung nur auf Antrag möglich (z. B. Versicherungen für Ausländer in Deutschland).

Selbstbehalt bei Reisekrankenversicherungen

  • Prüfung der vorgesehenen Regelungen zum Selbstbehalt im Einzelfall
  • grundsätzlich vorzuziehen: Reisekrankenversicherung ohne oder nur mit geringem Selbstbehalt

Kombination mit Unfallversicherung

  • falls keine anderweitige ausreichende Unfallversicherung vorhanden ist
  • gesetzliche Unfallversicherung häufig nicht ausreichend
    • kein Schutz bei Unfällen während des Urlaubs oder in der Freizeit 
    • kein Schutz mitreisender Familienangehöriger
    • hohe Deckungssummen für den Invaliditätsfall vereinbaren
    • auf Versicherungsausschlüsse z. B. bestimmter Sportarten achten

Zusatzversicherungen

  • im Rahmen von Krankenversicherungen oder Reiseverträgen möglich
  • zuweilen günstige Konditionen z. B. für Mitglieder einer bestimmten Krankenkasse 
  • auf Versicherungsumfang achten: einige Zusatzversicherungen enthalten deutlich geringere Leistungen als separate Reisekrankenversicherungen
  • Leistungsvergleich (einschließlich Regelungen zum Selbstbehalt) vor Vertragsabschluss besonders wichtig

Vorauszahlungen

  • Oft wird im Ausland (insb. außerhalb von Notfallbehandlungen) eine Vorauszahlung verlangt.
  • Kostenübernahmegarantie durch Reisekrankenversicherung vermeidet finanzielle 

Belastungen und ggf. Behandlungsverzögerungen. 

Einreisen von Ausländern in den Schengen-Raum

  • Reisekrankenversicherung erforderlich
    • Mindestdeckungssumme 30.000 €
    • Sicherstellung des Rücktransportes in die Heimat und medizinischer Notfallversorgung

Auslandswohnsitz von Deutschen

  • innerhalb Europas 
    • nur zeitlich begrenzte Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung bei Arbeitnehmern
    • Regelungen im Auslandsstaat bestimmen über Leistungsumfang 

Selbstbeteiligungen und Familienversicherung

  • außerhalb Europas
    • Erlöschen der deutschen Krankenversicherungen (bei privaten Krankenkassen: i. d. R. nach ein bis drei Monaten)

Einreisen in die Ukraine

  • Reisekrankenversicherung: Voraussetzung für Einreise/Visum
  • akzeptiert werden Reisekrankenversicherung von AXA und Hanse Merkur 

Reisekrankenversicherung bei Work-and-Travel-Reisen

  • Verbindung von Auslandsaufenthalt mit vorübergehender Berufstätigkeit
  • in einigen Staaten: Voraussetzung für Einreise/Visum

Unterlagen zur Reisekrankenversicherung mitnehmen

  • Nachweis für Krankenversicherungsschutz
    • bei der Einreise
    • bei notwendiger Heilbehandlung

Anbieter vergleichen & Kosten berechnen

Die Versicherungsanbieter stellen für vielfältige Reisezwecke die geeigneten Versicherungsbausteine zur Verfügung. Unter der Vielzahl angebotener Reisekrankenversicherungen sollte daher mit einem Tarifrechner die passende Versicherung ausgewählt werden. Zu unserem Tarifrechner gelangen Sie über den auf dieser Seite befindlichen blauen Button „Zum Versicherungsvergleich“.

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Häufig gestellte Fragen

  • Krankenversicherung für Reisen: Ja oder Nein?

    Eine Reisekrankenversicherung ist generell sehr zu empfehlen, da man im Ausland nur teilweise durch die gesetzliche Krankenversicherung versichert ist. In den sogenannten Schengen-Staaten (europäisches Ausland), werden die Kosten zwar im Krankheitsfall von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, reist man allerdings in Länder wie beispielsweise Ägypten oder Tunesien, dann ist man im Krankheitsfall überhaupt nicht versichert.

  • Welche Kosten werden von der Reisekrankenversicherung getragen?

    Das variiert von Anbieter zu Anbieter. Man sollte sich auf jeden Fall im Vorhinein erkundigen, welche Kosten übernommen werden. In der Regel beinhaltet die Reisekrankenversicherung stationäre und ambulante Behandlungen, Verband- und Arzneimittel, bis hin zum Rettungsflug und Rücktransport nach Hause bei Lebensbedrohlichen Erkrankungen.

  • Welche Kosten werden nicht übernommen?

    Nicht übernommen werden in der Regel Behandlungen in Verbindung mit Vorerkrankungen, Behandlungen von geistigen und seelischen Störungen, Behandlungen in Zusammenhang mit Schwangerschaft und Entbindung, sowie vorsätzlich herbeigeführte Erkrankung, beispielsweise aufgrund von Drogenkonsum. Aber auch hier gilt: Es variiert von Anbieter zu Anbieter welche Kosten übernommen werden und welche nicht.

 

Weitere Informationen


Reisekrankenversicherungen müssen an den individuellen Bedarf durch Auswahl geeigneter Leistungsbausteine angepasst werden.

Rücktransport, Bergungskosten und Unfallschutz

Besonders wichtig ist die Vereinbarung einer Reisekrankenversicherung mit Rücktransport bei einem Aufenthalt in Ländern, in denen die medizinische Versorgung nicht ausreichend sichergestellt ist, zumal die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) ohnehin nur die ambulante und stationäre Versorgung in einem Reiseland im europäischen Gemeinschaftsraum absichert. Auch auf die Bedingungen einer Reisekrankenversicherung mit Rücktransport ist zu achten: „Medizinisch notwendig“ ist ein Rücktransport nur bei nirgends im Reiseland gegebener Möglichkeit einer der Erkrankung entsprechenden medizinischen Versorgung. Da diese völlige Unmöglichkeit einer Behandlung weltweit in kaum noch einem Land anzutreffen ist, sollte zumindest die Rücktransportvoraussetzung „medizinisch sinnvoll“ in der Reisekrankenversicherung genannt sein, bei der auf die Gesamtverfassung des Reisenden Bezug genommen wird. Vorzuziehen ist jedoch eine auf eine voraussichtliche stationäre Aufenthaltsdauer (z. B. von länger als 14 Tagen) abstellende Bedingung für einen Rücktransport. Insbesondere bei Reiseaufenthalten in bergigen oder bewaldeten Regionen oder bei einem Badeurlaub am Meer empfiehlt sich die Einbeziehung von Such-, Rettungs- und Bergungskosten in die Reisekrankenversicherung. Verunglückt ein Reisender an einer für Krankenwagen schwer zugänglichen Stelle, müssen oft Spezialfahrzeuge oder Hubschrauber zur Bergung eingesetzt werden. Gerade bei häufigeren Aufenthalten in unzugänglichen Regionen sollten im Rahmen einer Reisekrankenversicherung mit Bergungskosten ausreichende Deckungssummen vereinbart werden. Eine Reisekrankenversicherung und Unfallschutz lassen sich kombinieren. Eine Reisekrankenversicherung Unfallversicherung sichert die Folgekosten einer unfallbedingten Invalidität ab. Sinnvoll ist ein Reisekrankenversicherung Unfallschutz vor allem dann, wenn keine anderweitige, ausreichende Unfallversicherung vorhanden ist, die Unfälle auf Auslandsreisen abdeckt. Die gesetzliche Unfallversicherung schützt nur bei Arbeitsplatz- und Arbeitswegeunfällen, nicht aber bei den häufiger auftretenden Schadenereignissen in der Freizeit und im Urlaub. Auch Familienangehörige sind im Rahmen einer ggf. vorhandenen gesetzlichen Unfallversicherung nicht geschützt. Bei Einschluss einer Unfallversicherung in die Reisekrankenversicherung ist auf hohe Deckungssummen zu achten, um die bei dauernder Invalidität entstehenden erheblichen laufenden oder einmaligen Kosten (z. B. behindertengerechter Umbau einer Wohnung) abzudecken. Wer mit bestimmten Risiken versehene Sportarten ausübt (wie z. B. Skifahren, tieferes Tauchen, die Benutzung von Fluggeräten, Boxen oder Ringen), der sollte bei Vertragsabschluss auf mögliche Versicherungsausschlüsse einer angebotenen Reisekrankenversicherung achten.

Automatische Verlängerung, Selbstbehalte und Vorauszahlungen

Wenn nur eine Einzelreise versichert werden soll, kommt eine Reisekrankenversicherung ohne automatische Verlängerung in Betracht. Wer häufiger verreist, der kann – bezogen auf eine Einzelreise kostengünstigere - Jahresverträge abschließen, die beliebig viele Reisen innerhalb eines Versicherungsjahres absichern und sich automatisch verlängern, wenn nicht ein oder drei Monate vor Ablauf der Versicherung gekündigt wird. Einige Versicherungen wie häufig z. B. die Verträge für aus dem Ausland nach Deutschland einreisende Ausländer verlängern sich nicht automatisch, sondern können ggf. auf Antrag durch die Versicherung verlängert werden oder sind von vornherein als Reisekrankenversicherung ohne Verlängerung vorgesehen. Ob eine Reisekrankenversicherung ohne Selbstbehalt für einen Reisenden günstiger ist als ein Vertrag mit Eigenanteil, hängt von der Ausgestaltung einer Selbstbeteiligung ab. Häufig dürfte eine Reisekrankenversicherung ohne Selbstbeteiligung vorzuziehen sein, wenn – wie bei vielen Versicherungsangeboten vorgesehen – ein Eigenanteil von 20 % je Schadenfall getragen werden muss. Über die Qualität einer Reisekrankenversicherung entscheidet nicht zuletzt das Ausmaß der festgelegten Selbstbeteiligungen, auf die daher bei Vertragsabschluss besonders zu achten ist. Oft werden im Ausland vor Beginn einer ambulanten oder stationären Behandlung zumindest dann Vorauszahlungen verlangt, wenn keine Notfallbehandlung vorliegt. In vielen Fällen kann eine Kostenübernahmegarantie des Versicherers im Rahmen einer Reisekrankenversicherung ohne Vorauszahlung vor solchen Anforderungen bewahren, die nicht nur eine finanzielle Belastung darstellen, sondern bei verzögerter Behandlungsaufnahme möglicherweise auch eine Gesundheitsgefährdung bedeuten.

Reisezusatzversicherungen

Zu bestimmten Grundverträgen kann ein Reisekrankenversicherung Zusatz vereinbart werden. Eine zusätzliche Reisekrankenversicherung lässt sich zum Beispiel im Rahmen einer bestehenden privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung abschließen. Solche Zusatzversicherungen, die nur den Mitgliedern einer bestimmten Krankenkasse offenstehen, sind zuweilen mit besonders günstigen Beitragskonditionen ausgestattet. Auch Reiseanbieter verfügen über Angebote von Reisezusatzversicherungen, beispielsweise als Zusatzbaustein zu einer Flugreise. Häufig bieten Zusatzversicherungen aber nicht die Versicherungsleistungen eigenständiger Reisekrankenversicherungen, die oft nur unwesentlich höhere Prämie aufweisen. Gerade vor Abschluss einer Zusatzversicherung bei einem Reiseanbieter sollten nicht nur Versicherungsleistungen, sondern vor allem auch Versicherungsausschlüsse und die Regelungen zu Selbstbehalten genau geprüft und ein Vergleich mit anderen Anbietern vorgenommen werden.

Reisekrankenversicherungen bei Schengen-Visum

Eine Reisekrankenversicherung mit einer Mindestdeckungssumme von 30.000 Euro ist gemäß einer EG-Verordnung (810/2009) bei einer Einreise von Ausländern in den sog. Schengen-Raum erforderlich. Zum Schengen-Raum gehören die meisten EU-Staaten und die Schweiz. Die Mindestdeckungssumme soll den Rücktransport in den Heimatstaat und eine medizinische Versorgung während des Aufenthaltes im Schengen-Raum sicherstellen. Ein zur Einreise erforderliches Visum wird von den Auslandsvertretungen im Heimatland des Reisenden erst nach Vorlage einer ausreichend ausgestatteten Reisekrankenversicherung ausgestellt.

Reisekrankenversicherungen bei Auslandswohnsitz

Hat ein Deutscher seinen Wohnsitz in das Ausland verlegt, so leistet die deutsche gesetzliche Reisekrankenversicherung ohne Wohnsitz in Deutschland gewöhnlich nur noch für einen begrenzten Zeitraum weiter. Innerhalb von Europa bestehen die in Deutschland abgeschlossenen Krankenversicherungen nur bei vorübergehendem Aufenthalt oder bei Entsendung von Arbeitnehmern in das europäische Ausland für bis zu 24 Monate fort. Ferner bestimmen immer die Regelungen des Aufenthaltslandes (Kostenbeteiligungen, Ausgestaltung von Sachleistungen) über den Umfang der gewährten Gesundheitsversorgung. Außerhalb Europas ist eine dauerhafte Fortgeltung deutscher Krankenversicherungen regelmäßig ausgeschlossen. Bei einem Auslandswohnsitz muss daher in den meisten Fällen eine separate Reisekrankenversicherung Wohnsitz Ausland abgeschlossen werden. Eine Ausnahme gilt bei Rentnern mit europäischem Auslandswohnsitz, die nur aus der deutschen Rentenversicherung eine Rente beziehen. 

Reisekrankenversicherung bei Ukraine-Reisen

Seit 1997 muss bei Einreisen in die Ukraine eine Reisekrankenversicherung mit Gültigkeit in der Ukraine nachgewiesen werden. Dies gilt sowohl für visumsfreie Einreisen (zu Besuchs- oder touristischen Zwecken bis zu 90 Tagen) als auch als Ausstellungsvoraussetzung für ein ggf. erforderliches Visum. Die Ukraine akzeptiert eine Reisekrankenversicherung der Hanse Merkur Reiseversicherung AG oder der AXA Krankenversicherung AG. Eine Kopie der Reisekrankenversicherung ist den Visumsantragsunterlagen beizufügen.

Reisekrankenversicherung bei Work-and-Travel-Reisen

Work-and-Travel-Reisen verbinden einen Auslandsaufenthalt mit einer vorübergehenden Beschäftigung im Reiseland. In einigen Ländern ist der Abschluss einer Reisekrankenversicherung Work and Travel die Voraussetzung für die Erteilung eines entsprechend längerfristigen Visums bzw. für die Einreisegenehmigung. Spezielle Reisekrankenversicherungen Work Travel sind auf das typische Alter von Work-and-Travel-Reisenden und auf die bei solchen Aufenthalten übliche Aufenthaltsdauer abgestimmt. Eine Reise Krankenversicherung für Work and Travel-Reisen ist zum Beispiel für die Reiseziele USA, Kanada, Japan und Australien notwendig.

Mitführung der Versicherungsunterlagen

Reisende sollten immer Unterlagen zu ihrer Reisekrankenversicherung mitnehmen. In einigen Staaten ist der Nachweis einer Reisekrankenversicherung zur Einreise erforderlich, während in anderen Regionen Rettungsmaßnahmen oder Heilbehandlungen kaum ohne vorherige Klärung der Kostenfrage oder nur unter privater Rechnungsstellung zulasten des Reisenden durchgeführt werden.